Achim Reichel wird am 28. Januar 75 Jahre und veröffentlicht ein grandioses „Best Of“ – Album

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Achim Reichel wird am 28. Januar 75 Jahre und veröffentlicht ein grandioses „Best Of“ – Album


 
 

 
Achim Reichel wird am 28. Januar 75 Jahre und veröffentlicht ein grandioses „Best Of“ – Album

Es gibt Musiker, die haben immer Angst davor sich zu verändern und neues anzufangen.

Er nicht, Achim Reichel. Immer wieder schaffte er es, nicht nur seine Kritiker, sondern vor allem seine Fans mit neuen Ideen und Liedern zu überraschen und erfand sich dabei immer wieder neu.

Angefangen hat alles in den 60ern, als er als Sänger der Hamburger „Rattles“ zwischen 1960 und 1966, zu Zeiten des legendären „Star-Club“, an die 30 Singles einsang.

Mit der Band tourte er schon 1963 zusammen mit den damals noch weniger bekannten, „Rolling Stones“, durch England und begleitete die weltberühmten „Beatles“ 1966 auf deren einziger Deutschland-Tournee.

Nach seiner Einberufung zur Bundeswehr folgten dann Hits mit der Band „Wonderland“.

Achim Reichel war und ist ein 68er Rebell und Aufbegehrender auf seine ganz eigene Art. „Politisches Lied muss nicht immer Parolen-Singen bedeuten“ sagt er, „der Sound einer Musik ist auch eine Haltung, der Sound kann auch unangepasst sein“.

Getreu nach diesem Motto ist und war der „Ur-Vater des deutschen Rock“ immer auf seinen ganz eigenen Wegen unterwegs. Mittlerweile kann er auf 22 Alben mit kernig rockenden Seemannsliedern, vertonter deutscher Lyrik, Prosa und Gedichten, Volksliedern und poetischer Alltagsgeschichten im typischen Achim Reichel Stil zurückschauen.

Und nun mit 75 kann er, und das ist durchaus legitim einmal zurücksehen auf die Meilensteine seiner langen Karriere. So dokumentiert das Album, „Das Beste“, dessen 37 Songs der Vollblutmusiker höchst persönlich für die Doppel CD ausgesucht hat, ein Leben für das deutschsprachige Liedgut aufs Vortrefflichste. Dabei lassen die Songs den geneigten Fan aufhorchen, sich erinnern, mitsingen und die Entwicklung Achim Reichels auf wunderbare Weise nachvollziehen.

Und schnell wird klar, dieser Mann war immer und ist ein rastloser Suchender, der immer alle mögliche Stilrichtungen erproben, sich ausprobieren und sich vor allem nie in Schablonen pressen lassen wollte und will.

So entdeckte und vertonte er Seemannlieder neu, entstaubte große deutsche Dichter und erweckte sie zu neuem Leben. Fontanes “Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ oder Goethes „Zauberlehrling“ kannten viele Schüler nur, weil sie ihnen rockig von Achim Reichel mundgerecht serviert wurden. Für Reichel sind die großen Dichter ‘Wortmagier‘, wie er sagt, denen er größten Respekt zollt und die er bewundert. Reichel wagte sich an deutsche Volkslieder, ließ sich auch von Bedenkenträgern nicht irritieren. Denn, was er sich in seinen ´“dicken Rockschädel“ setzt, zieht der Mann auch durch, konsequent und kompromisslos.

Er ignorierte Trends und angesagte Formate des Musikbusiness. „Format war und ist das Zauberwort der Zeit“ sagt Reichel, „aber wer sich dem ergibt, hat sich ergeben, denn Schubladen sind für die Kunst tödlich“. Dass ausgerechnet sein „Spieler“. ihn später in die ZDF-Hitparade brachte, wirkt fast schon wie ein Betriebsunfall. Mit „Melancholie und Sturmflut“ - sein erfolgreichstes Album, mit den zum Kult geworden Songs „Auf der Rolltreppe“, „Kuddel-Daddel-Du“ und vor allem „Aloha Heja He“ der zuvor zehn Jahre lang vergessen in einem Umzugskarton darauf gewartet hatte, wiederentdeckt zu werden. Erlangte er schließlich nicht nur Topplazierungen in den Charts, sondern auch echten Kultstatus.

Die „Süddeutsche Zeitung“ taufte ihn „Kolumbus der Rockmusik“, ein Entdecker auf dem Weg zu immer neuen Ufern und Stilrichtungen. Achim Reichel selbst sagt: „Ich fühle mich wie für die Musik geboren, habe aber auch irre viel Glück gehabt…“. Also jetzt mit 75, das Ende von etwas Großem? Mit Sicherheit nicht, denn für den Herbst hat der Musiker aus Leidenschaft schon eine neue Tour angekündigt und an einer Biografie schreibt er auch gerade. Mit anderen Worten Achim Reichel ist auch mit 75 nicht zu stoppen und wer ihn schon einmal live erlebt hat, weiß wovon ich rede.

Und wer nicht, sollte dieses unbedingt nachholen…hier sind die Termine:

FLENSBURG
Deutsches Haus Mi, 23.10.19, 20:00 Uhr

LÜBECK
Musik- und Kongresshalle Lübeck Do, 24.10.19 20:00 Uhr

BERLIN
Admiralspalast - Theater Sa, 26.10.19, 20:00 Uhr

HANNOVER
Theater am Aegi Mo, 28.10.19, 20:00 Uhr

HAMBURG
Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal Di, 29.10.19, 20:00 Uhr

DRESDEN
Alter Schlachthof Do, 31.10.19, 20:00 Uhr

HUSUM
NCC NordseeCongressCentrum Fr, 01.11.19, 20:00 Uhr

OLDENBURG
Kulturetage Oldenburg Sa, 02.11.19, 20:00 Uhr

BREMEN
Die Glocke Großer Saal Mo, 04.11.19, 20:00 Uhr

BRAUNSCHWEIG
Stadthalle Braunschweig Di, 05.11.19, 20:00 Uhr

OSNABRÜCK
Rosenhof Osnabrück Mi, 06.11.19, 20:00 Uhr

MANNHEIM
Rosengarten Musensaal Fr, 08.11.19, 20:00 Uhr

MAINZ
Frankfurter Hof Sa, 09.11.19, 20:00 Uhr

ESSEN
Lichtburg Essen Mo, 11.11.19, 20:00 Uhr

Köln
Gloria-Theater Di, 12.11.19, 20:00 Uhr

NÜRNBERG
HIRSCH Mi, 13.11.19, 20:00 Uhr

LEIPZIG
Haus Auensee Fr, 15.11.19, 20:00 Uhr

DÜSSELDORF
Savoy Theater Sa, 16.11.19, 20:00 Uhr

BIELEFELD
Lokschuppen So, 17.11.19, 20:00 Uhr

Am 25.01.2019 erscheint "Das Beste" - ein Art Werkschau randvoll mit 37 Songs aus 22 Alben, neu gemastert. Erhältlich als Doppel und Vierfach-Vinyl-Box mit 24- seitigem Booklet, das ausführliche Linernotes von Manfred Ertel und zahlreiche, zum Teil rare Fotos enthält. Jetzt vorbestellen:

https://AchimReichel.lnk.to/DasBeste

Dankeschön an den Gastschreiber Stefan Peter für den tollen Bericht.

 

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