Annett Louisan überrascht nach 5 Jahren mit neuen Songs und dem Doppelalbum „Kleine Große Liebe“

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Annett Louisan überrascht nach 5 Jahren mit neuen Songs und dem Doppelalbum "Kleine Große Liebe"


 
 

 
Seit rund 15 Jahren steht sie nun schon als Sängerin erfolgreich im Rampenlicht der breiten Öffentlichkeit. Angefangen hat alles mega erfolgreich mit ihrer ersten frech fröhlichen und provozierenden Single, mit der sie damals beteuerte „nur spielen“ zu wollen und das, obwohl oder gerade weil ihre Musik so erfrischend anders war und ist, als all das was täglich im Radio läuft.

Die Rede ist von Annett Louisan. Mit ihrer süßen Mädchenstimme und einem stets verändernden Image, indem die Sängerin sich mal als beschützenswerte Kindfrau mit Lolitacharme, mal als naives Blondchen oder männermordender Vamp präsentiert, hat sich Annett Louisan seit 2005 eine große kontinuierliche Fangemeinde aufgebaut.

Wobei es immer wieder ihre außergewöhnlichen Lieder sind, die mal ganz zart melancholisch und nachdenklich oder einfach frech sarkastisch und schon fast ein bisschen bösartig, aber nie gewöhnlich sind, mit denen sie ihre Anhängerschaft verzaubert und die Annett Louisan so einzig, aber keinesfalls artig machen. Nun ist sie wieder da, nach einer selbst verordneten kreativen Pause, in der sie nicht nur viele Momente zum Nachdenken hatte und in der viele neue Lieder entstanden, sondern in der sie auch die Zeit hatte sich intensiv um ihre 2017 geborene Tochter zu kümmern.

Dass sie diese Auszeit gut genutzt hat, beweißt sie gerade mit ihrem neuen Doppelalbum "Kleine Große Liebe".
Denn noch nie waren die Lieder der Sängerin so vielseitig und abwechslungsreich wie auf diesen beiden CD’s, die unterschiedlicher nicht hätten sein können und doch wunderbar zusammenpassen.

So bietet CD 1 „Kleine Liebe“, eine Annett Louisan so wie die Fans sie kennen und lieben mit frechen, nachdenklichen und auch sarkastischen Texten, die von ihr selbst und Frank Ramond erdacht wurden und u.a. von Martin Galopp, handgemacht und mit viel Liebe zum Detail musikalisch umgesetzt wurden.

CD 2 ist die „Grosse Liebe“ entstanden mit der Unterstützung von u. a. Peter Plate und Ulf Sommer, mit der die Sängerin hier ein völlig neues hochmodernes und äußerst überraschendes neues Gewand entwickelt hat, um ihre Songs musikalisch poppig und zeitgemäß zu umrahmen. So verblüffen Synthesizerbeats und brodeln in überraschenden Grooves. Die Musikerin sieht das so: „Die poppige Seite der Annett Louisan ist auch eine Hommage an die 80er-Jahre an meine Kindheit“.

Thematisch umspannen beide CD’s des Albums die Liebe in all seinen Formen, sei es die erste Liebe, das Zusammensein in einer Partnerschaft, die Einsamkeit, Sehnsucht und heimlichen (Tag) Träumen (Two Shades of Thorsten). Aber auch um das Verlassen und sich wieder finden, die Mutterliebe oder die Liebe zur eigenen Tochter. So geht es, ob dem klassischen Chanson verpflichtete der im modernen Sound verpackten Popsong, in musikalische Erzählweise immer wieder um Echtheit, Wahrhaftigkeit im Großen und eben auch im Alltäglichen und auch um viel selbsterlebtes und durchaus auch um autobiografisches.

Und das sind dann eben die schönen Gefühle, wie in dem wunderbaren gefühlvollen Song "Zweites erstes Mal" oder eine gesungene Liebeserklärung einer Mutter (meine Kleine) und an ihre eigene Tochter („Ein besserer Mensch“, „Traum“) Aber auch Engstirnigkeit, Intoleranz oder die Hassliebe in einer Familie wird von hier ganz wunderbar bitterböse auf den Punkt gebracht im Song "Wir sind verwandt". Wobei sie auch immer wieder mit augenzwinkernder Ironie überzeugt wie in „Klein“ oder im jazzigen „Eine Frage der Ehre“.

Sie selbst sagt das zu: „Irgendwann muss man auch mal stehen bleiben, um zu schauen wo man steht und wo man vielleicht noch hingehen will. Das war ein wichtiger Zeitpunkt. Ich hatte so ein großes Bedürfnis nach Veränderung und auch nach Popmusik. Und es ist ja auch ganz wichtig, dass man nicht nur die Erwartungen der anderen erfüllt. Als ich letzten Sommer angefangen habe, Titel für das Album rauszusuchen, ist mir aufgefallen, dass mir das nicht so richtig gelingt", erzählt Frau Louisan: "Erstens wollte ich kein Lied raus streichen, und zweitens sind die musikalisch alle ganz unterschiedlich. Ich hätte die umbiegen müssen und das wollte ich nicht."

Herausgekommen sind so zwei prallgefüllte CD’s in einem tollen und außergewöhnlichen Doppelalbum mit Liedern die eintauchen lassen in die Welt der Annett Louisan und die das Hören wirklich lohnen.

Fazit: Zwar hat Annett Louisan sich nicht gänzlich neu erfunden, aber dennoch gezeigt, dass weit mehr in ihr steckt als so mancher vermutet oder ihr zugetraut hat. Musikalisch traut sie sich weit und erfrischend über den Tellerrand hinaus zu sehen und befreit sich damit selbst aus den Korsett und aus der Schublade in die sie gern gesteckt wird. Und, dass sie und ihr Team Texte schreiben können, die alles andere als gewöhnlich sind, beweißt sie auf "Kleine Große Liebe" mal wieder aufs Vortrefflichste.

Respekt Frau Louisan für dieses Album!!!

Foto Cover Sony Music Textquelle: Gastschreiber für Gabis-Schlager.Club Stefan Peter

 

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